WYSIWYG
Kurz erklärt: WYSIWYG steht für „What You See Is What You Get" und bezeichnet Editoren, die Inhalte während der Bearbeitung bereits so darstellen, wie sie später im fertigen Ergebnis erscheinen.
Was bedeutet WYSIWYG?
WYSIWYG ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „What You See Is What You Get“ – übersetzt etwa „Was du siehst, ist das, was du bekommst“. Gemeint sind Programme und Editoren, die Inhalte schon während der Bearbeitung so anzeigen, wie sie am Ende aussehen: mit Schriftarten, Farben, Bildern, Abständen und Layout. Wer Text fett formatiert, sieht ihn sofort fett – nicht erst nach einem Zwischenschritt.
Das Gegenstück dazu ist das Arbeiten im Quelltext, etwa direkt in HTML oder Markdown. Dort geben Sie Formatierungen über Codebefehle ein und sehen das Ergebnis erst in einer Vorschau. WYSIWYG verbirgt diesen Code hinter einer grafischen Oberfläche.
Wie ein WYSIWYG-Editor funktioniert
Im Hintergrund erzeugt ein WYSIWYG-Editor weiterhin technischen Code, meist HTML und CSS. Die Bedienung erfolgt aber über eine visuelle Oberfläche mit Schaltflächen, wie man sie aus der Textverarbeitung kennt. Sie markieren einen Absatz und klicken auf „Überschrift“, fügen ein Bild per Mausklick ein oder verschieben Elemente direkt an ihre Position.
Der Editor übersetzt diese Aktionen automatisch in sauberen Code. So lassen sich Webseiten und Dokumente gestalten, ohne eine Auszeichnungssprache zu beherrschen.
Wo WYSIWYG zum Einsatz kommt
Das Prinzip ist heute weit verbreitet. Typische Anwendungsbereiche sind:
- Content-Management-Systeme: Der Editor in WordPress, TYPO3 oder Shopsystemen erlaubt das Pflegen von Inhalten ohne Programmierkenntnisse.
- Website-Baukästen: Werkzeuge wie Baukasten- und Page-Builder-Systeme setzen komplett auf visuelle Bearbeitung per Drag-and-drop.
- E-Mail- und Newsletter-Tools: Vorlagen lassen sich zusammenklicken, ohne HTML-E-Mails von Hand zu schreiben.
- Textverarbeitung: Auch klassische Programme wie Word arbeiten nach dem WYSIWYG-Prinzip.
Vorteile und Grenzen
Der große Vorteil ist die niedrige Einstiegshürde: Auch ohne technisches Wissen lassen sich ansprechende Inhalte erstellen und selbst pflegen. Das spart Zeit und macht Redaktionen unabhängig von der Technik. Grenzen zeigen sich, wenn der automatisch erzeugte Code unsauber oder überladen wird – das kann sich auf Ladezeit, Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung auswirken. Für anspruchsvolle Gestaltung oder saubere Struktur ist deshalb oft zusätzlich der Zugriff auf den Quelltext sinnvoll. Bei einem professionellen Webdesign kombinieren wir komfortable WYSIWYG-Pflege für Redaktionen mit technisch sauberem Unterbau.
Häufige Fragen
- Was heißt WYSIWYG ausgeschrieben?
WYSIWYG steht für „What You See Is What You Get“, auf Deutsch „Was du siehst, ist das, was du bekommst“. Der Begriff beschreibt Editoren, die Inhalte schon beim Bearbeiten so darstellen, wie sie später im Ergebnis erscheinen.
- Brauche ich für einen WYSIWYG-Editor Programmierkenntnisse?
Nein. Der Editor übersetzt Ihre Eingaben automatisch in Code. Sie formatieren Texte und fügen Bilder über eine grafische Oberfläche ein, ohne HTML oder CSS beherrschen zu müssen.
- Ist WYSIWYG gut für SEO?
Grundsätzlich ja, solange der erzeugte Code sauber bleibt. Manche Editoren produzieren überladenes HTML, das Ladezeit und Struktur belastet. Ein durchdachtes System und gelegentlicher Blick in den Quelltext sichern die Qualität.