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Retargeting

Kurz erklärt: Retargeting ist Online-Werbung, die frühere Website-Besucher erneut anspricht, um sie zu einer noch nicht abgeschlossenen Handlung wie einem Kauf zurückzuholen.

Was ist Retargeting?

Retargeting bezeichnet Werbung, die gezielt Menschen anspricht, die eine Website bereits besucht, aber noch nicht die gewünschte Handlung ausgeführt haben. Wer sich etwa ein Produkt angesehen, den Kauf aber nicht abgeschlossen hat, bekommt anschließend auf anderen Websites, in sozialen Netzwerken oder im Suchumfeld passende Anzeigen ausgespielt. Ziel ist, diese bereits interessierten Nutzer zurückzuholen und zum Abschluss zu bewegen.

Der Grundgedanke: Menschen, die eine Marke oder ein Angebot schon kennen, sind leichter zu überzeugen als völlig neue Kontakte. Retargeting nutzt genau diese Vorkenntnis und konzentriert das Werbebudget auf eine besonders aussichtsreiche Zielgruppe.

Retargeting und Remarketing – der Unterschied

Die Begriffe Retargeting und Remarketing werden im Alltag meist synonym verwendet, und in der Praxis meinen beide dasselbe: frühere Besucher oder Kontakte erneut ansprechen. Ein feiner Unterschied liegt vor allem im Sprachgebrauch. „Remarketing“ ist der Begriff, den Google für seine Werbeprodukte nutzt – dort heißt die Funktion offiziell so, auch wenn technisch das Gleiche gemeint ist.

Traditionell wurde „Retargeting“ eher für anzeigenbasierte Ansprache über Werbenetzwerke verwendet, während „Remarketing“ ursprünglich stärker mit E-Mail-basierter Wiederansprache verbunden war. Diese Trennung ist heute weitgehend verschwommen. Für die praktische Arbeit können Sie beide Begriffe als das Gleiche behandeln.

Wie Retargeting technisch funktioniert

Grundlage ist eine Wiedererkennung der Besucher. Klassisch geschieht das über ein kleines Skript auf der Website, das Nutzer einer Zielgruppenliste zuordnet – etwa allen, die eine bestimmte Produktseite gesehen haben. Diese Liste wird an eine Werbeplattform übergeben, die den betreffenden Nutzern anschließend passende Anzeigen zeigt.

Da klassische Cookies zunehmend eingeschränkt werden, gewinnen andere Verfahren an Bedeutung, etwa Zielgruppen auf Basis eingeloggter Konten oder eigener Kundendaten. In jedem Fall gilt: Retargeting verarbeitet Nutzerdaten und ist deshalb an die Einwilligung der Besucher sowie an die Vorgaben des Datenschutzes gebunden.

Wann Retargeting sinnvoll ist

Besonders wirksam ist Retargeting bei Angeboten mit längerer Entscheidungsphase oder höherem Preis, bei denen selten sofort gekauft wird. Auch abgebrochene Warenkörbe im Onlineshop sind ein klassischer Anwendungsfall. Wichtig ist ein sinnvolles Maß: Werden dieselben Anzeigen zu oft gezeigt, wirkt das aufdringlich. Eine Begrenzung der Einblendungen und ein zeitliches Auslaufen der Zielgruppen gehören daher zu einer sauberen Umsetzung. Wie sich Retargeting in eine Gesamtstrategie einfügt, ordnen wir im Online-Marketing ein.

Häufige Fragen

  • Was ist der Unterschied zwischen Retargeting und Remarketing?

    In der Praxis meinen beide Begriffe das Gleiche: frühere Besucher erneut ansprechen. „Remarketing“ ist vor allem der von Google genutzte Begriff für seine Werbeprodukte. Eine ursprüngliche Trennung nach Anzeigen und E-Mail ist heute weitgehend verschwommen.

  • Ist Retargeting datenschutzkonform?

    Retargeting verarbeitet Nutzerdaten und setzt in der Regel eine Einwilligung der Besucher voraus. Mit einem gültigen Consent über ein Cookie-Banner und der Einhaltung der Datenschutzvorgaben lässt es sich rechtskonform einsetzen.

  • Warum sehe ich immer wieder dieselbe Werbung?

    Das ist typisches Retargeting: Sie haben eine Website besucht und werden anschließend erneut mit deren Anzeigen angesprochen. Über eine Begrenzung der Einblendungen lässt sich steuern, wie oft dieselbe Werbung erscheint.

Verwandte Begriffe

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